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Dinosaurier auf der Gartenschau Kaiserslautern


Die Gartenschau in Kaiserslautern ist Schauplatz der größten Dinosaurierausstellung Europas. 64 originalgetreu nachgebaute Dinosauriermodelle bevölkern den Neumühlepark. So werden zum Beispiel der kleine Hylonomus, der nur etwa 30 Zentimeter lang war, oder der 27 Meter lange Diplodocus Einblick in eine vergangene Welt geben. Die auf der neuesten wissenschaftlichen Forschung basierenden Modelle zeigen die Entwicklung der Dinosaurier in den verschiedenen Erdzeitaltern vom Devon bis zur Kreide.

Informationstafeln in deutsch, englisch und französisch zu den Dinos und den Erdzeitaltern vermitteln den Besuchern alles Wissenswerte über die Tiere und ihre Lebensbedingungen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Begleitprogramm.

Die Dinosaurier (Dinosauria, von altgriechisch deinós ‚schrecklich‘, ‚gewaltig‘ und sauros ‚Eidechse‘) waren die Gruppe der Landwirbeltiere (Tetrapoda), die im Mesozoikum (Erdmittelalter) von der Mittleren Trias vor rund 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren die festländischen Ökosysteme dominierte.

In der klassischen Systematik werden die Dinosaurier als ausgestorbene Reptiliengruppe betrachtet, aus kladistischer Sicht jedoch schließen die Dinosaurier als systematische Gruppe die Vögel, die aus einer Gruppe kleiner theropoder Dinosaurier hervorgingen, mit ein. Somit gingen nicht alle Dinosaurier während des Massenaussterbens am Ende des Mesozoikums unter, sondern überlebten als Vögel bis heute.

In anderen Wissenschaften als der Paläontologie, etwa der Vogelkunde (Ornithologie), wird weiterhin mit der zoologischen Systematik gearbeitet, nach der die Vögel eine eigenständige Klasse bilden. Das gilt ebenso für den allgemeinen Sprachgebrauch. Wenn in diesem Artikel im Folgenden von „Dinosauriern“ die Rede ist, sind damit „Nichtvogeldinosaurier“ gemeint.

Das Wissen über die Dinosaurier erhalten Paläontologen durch die Untersuchung von Fossilien, die in Form von versteinerten Knochen, Haut- und Gewebeabdrücken sowie durch Spurenfossilien überliefert sind – also durch Fußspuren, Eier, Nester, Magensteine oder versteinerten Kot. Überreste von Dinosauriern sind auf allen Kontinenten gefunden worden, einschließlich Antarktikas, da die Dinosaurier zu einer Zeit entstanden, als alles Festland im Superkontinent Pangaea vereinigt war.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts galten Dinosaurier als wechselwarme, langsame und wenig intelligente Tiere. Zahlreiche Studien seit den 1970er Jahren haben jedoch gezeigt, dass es sich um aktive Tiere mit erhöhten Stoffwechselraten und soziale Interaktionen ermöglichenden Anpassungen handelte. Dinosaurier sind zu einem Teil der weltweiten Populärkultur geworden und spielen in einigen der erfolgreichsten Bücher und Filme eine Rolle (unter anderem in Jurassic Park). Neue Entdeckungen erscheinen regelmäßig in den Medien.

ANDREWASARCHUS

ANDREWASARCHUS

Ober die Lebensweise von Andrewsarchus weiß man nur wenig, da nie ein vollständiges Skelett gefunden wurde. Doch der riesige Schädel von ca. einem Meter Länge und die großen Reißzähne belegen, dass es sich um einen Fleischfresser handelte. Vergleiche mit seinen Artverwandten legen aber nahe, dass dieses Tier kein aktiver Räuber sondern eher ein Aasfresser war.

 

CERATOSAURUS

CERATOSAURUS
„Horn-Echse“

Typ: Fleischfresser
Familie: Ceratosauridae
Fundort: Nordamerika

Ceratosaurus war ein mittelgroßer Raub-Dinosaurier, der sich von allen anderen Fleischfressern durch ein einziges Horn auf der Nase sowie durch kleine Knochenplatten, die sich am Rücken entlang zogen, unterschied. Seine Vorderarme waren relativ lang und trugen vier Finger. Ceratosaurus hatte im Vergleich zu seiner Größe sehr kräftige, große Zähne, die nicht so schwertartig abgeplattet waren wie die anderer Fleischfresser.

 

DIMETRODON

EDAPHOSAURUS
„Erdboden-Echse“

Typ: Pflanzenfresser
Familie: Pelycosauria
Fundort : Europa (Deutschland, Tschechien), Nordamerika

Edaphosaurus besaß enorm verlängerte Domfortsätze seiner Rückenwirbel, die noch Querverstrebungen trugen. Zwischen ihnen spannte sich wohl ein häutiges Rückensegel, das möglicherweise die Funktion eines Sonnenkollektors hatte. Edaphosaurus war ein massiges Reptil mit einem faßartigen Körper und kurzen, gedrungenen Beinen. Um die Pflanzennahrung effektiv zermahlen zu können, hatte Edaphosaurus zahlreiche kleine Zähne, die sogar den Gaumen bedeckten.

 

DIPLODOCUS1

DIPLODOCUS „Doppelbalken“

Typ: Pflanzenfresser

Familie Dipiodocidae Fundort: Nordamerika obwohl Diplodocus einer der längsten Dinosaurier war (möglicherweise über 30m lang war er im Vergleich zu seinen nächsten Verwandten wie Apatosaurus sehr leicht gebaut. Man nimmt sein Gewicht mit lediglich etwa zehn Tonnen an. Die Besonderheiten von Diplodocus sind ein kleiner, pferdeähnlicher Kopf, in dessen Kiefern bleistiftartige Zähne saßen, sowie ein enorm langer, peitschenähnlicher Schwanz, von dem vermutet wird, daß er zur Abwehr von Raub-Dinosauriern eingesetzt wurde.

 

DUNKLEOSTEUS

DUNKLEOSTEUS

Typ: Fischfresser
Familie: Placodermi
Fundort: Afrika, Europa (Belgien, Polen), Nordamerika

Mit seinem 65 cm langen Schädel und spitzen Reißzähnen sowie scharfkantigen Zahnplatten war Dunkleosteus bestens ausgerüstet, der „Schrecken der Ober-Devonischen Meere“ zu sein. Mit schlängelnden Bewegungen glitt der glatte, schuppenlose Fisch durch das Meer auf der Suche nach Beute. Bis zu den Brustflossen waren der Kopf und der vordere Rumpfbereich von einem Panzer eingehüllt.

 

EUOPLOCEPHALUS

EUOPLOCEPHALUS
„Gut gepanzerter Kopf“

Typ: Pflanzenfresser
Familie: Ankylosauridae
Fundort: Nordamerika (Kanada)

Wegen seiner extremen Panzerung, die sogar die Augenlider mit einbezog, bekam dieser Panzer-Dinosaurier 1910 seinen kompliziert klingenden Namen. Der Rücken von Euopiocephalus wurde durch Bänder knochiger Panzerung und darin eingelagerte Dornen geschützt, die auch am Hals und Kopf vorhanden waren. Erwachsene Panzer-Dinosaurier dieser Gattung waren sicherlich für große Fleischfresser wie Albertosaurus, der zur gleichen Zeit lebte, keine leichte Beute, da sich am Ende ihres Schwanzes eine große Knochenkeule befand, die zweifellos zur Verteidigung eingesetzt wurde. Euopiocephalus wurde bis zu drei Tonnen schwer.

 

IGUANODON1

IGUANODON
„Leguanzahn“

Typ: Pflanzenfresser
Familie: Iguanodontidae
Fundort: Europa (Belgien, Deutschland, Spanien), Nordamerika

Iguanodon ist einer der ersten Dinosaurier, die einen wissenschaftlichen Namen bekamen. Erste fossile Reste wurden bereits 1809 ausgegraben, aber erst 1825 wurde er auf Grund der Ähnlichkeit seiner Zähne mit denen des heutigen Grünen Leguans so benannt. Weil man von Iguanodon in Belgien und Deutschland Massengräber sowohl von jugendlichen als auch erwachsenen Exemplaren entdeckt hat, kennt man diesen Dinosaurier sehr gut. Eine seiner Besonderheiten ist ein dornenähnlicher Daumen, der vielleicht zur Verteidigung gegen Raub-Dinosaurier diente.

 

STEGOSAURUS UND BABY1

STEGOSAURUS UND BABY
„Dach-Echse“

Typ: Pflanzenfresser
Familie: Stegosauridae
Fundort: Nordamerika

Stegosaurus ist der am besten bekannte Platten-Dinosaurier. In der Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat man nahezu vollständige Skelette von ihm entdeckt, die erstmals auch Hauterhaltungen am Hals aufwiesen. Stegosaurus zeichnet sich durch eine Doppelreihe von kleinen bis sehr großen Knochenplatten aus, die sich entlang seines Halses, Rückens und Schwanzes ziehen. Man hat lange über Anordnung und Zweck dieser Platten diskutiert und ist noch zu keinem endgültigen Schluß gekommen. Waren sie eine Art von Sonnenkollektoren, dienten sie zur Abschreckung von Raub-Dinosauriern, oder wurden sie bei der Balz eingesetzt? Zwei Paare scharfer Knochenstacheln am hinteren Schwanzbereich dienten wohl nur zur Abwehr von Raub-Dinosauriern. Stegosaurus ist auch durch sein angeblich so kleines Gehirn sowie durch ein „zweites Gehirn“ im Beckenbereich berühmt geworden. Sein Gehirn ist zwar relativ klein, es war aber mit Sicherheit mit allen Funktionen ausgestattet, die dem Tier das Überleben sicherten. Das sogenannte zweite Gehirn ist lediglich eine Nervenverdickung im Bereich des Beckens, die auch bei anderen Tieren vorkommt.

 

STYRACOSAURUS

STYRACOSAURUS
„Speer-Echse“

Typ: Pflanzenfresser
Familie: Ceratopsidae
Fundort: Nordamerika

Styracosaurus war einer der am spektakulärsten aussehenden Horn-Dinosaurier. Auf seiner Nase trug er ein langes, spitzes Horn und zwei sehr kleine Hörner über den Augen, aber sein Nackenschild wurde von sechs langen und spitzen Stacheln geschmückt. Der Nackenschild war leicht gebaut, so daß er kaum bei der Verteidigung gegen Raub-Dinosaurier half, eher saßen an ihm die mächtigen Kaumuskel an. Dagegen dürfte sein Horn auf der Nase so manchen Raub-Dinosaurier abgeschreckt haben.

 

SEISMOSAURUS4

SEISMOSAURUS
"Erdbebenechse"

Seismosaurus war mit seiner enormen Körperlänge von bis zu 52 Metern das größte Landlebewesen, daß jemals die Erde bewohnte. Das geschätzte Gewicht von 50 bis 100 Tonnen, verlieh diesem Dinosaurier seinen Namen „die Erdbebenechse”. 1979 entdeckten Wanderer die ersten Knochen und seit 1985 wird Seismosaurus wissenschaftlich untersucht. Bei dem Skelett fand man auch Magensteine so genannte Gastolithe, die dem Tier halfen, die Unmengen pflanzlicher Kost zu zerkleinern.

Pflanzenfresser

 

TYRANNOSAURUS2

TYRANNOSAURUS
„Tyrannen-Echse“

Typ: Fleischfresser
Familie: Tyrannosauridae
Fundort I location: Nordamerika

Tyrannosaurus rex („König der Tyrannen-Echsen“) ist zweifellos der populärste Dinosaurier überhaupt. Er war einer der größten und mächtigsten Fleischfresser, die je über das Festland zogen. Tyrannosaurus jagte in Herden die häufigen Horn-Dinosaurier wie Triceratops, fraß aber auch Aas. Seine Vordergliedmaßen waren zwar kurz und besaßen lediglich zwei Finger, waren aber dennoch kräftig gebaut. Tyrannosaurus war einer der letzten Dinosaurier, die am Ende der KreideZeit lebten. Er wurde möglicherweise bis zu acht Tonnen schwer.

 

Weitere Fotos von Dinosaurier auf der Gartenschau Kaiserslautern finden Sie bei “Lautringer”
 

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